Ein Kurs in Wundern – Gehirnwäsche

Der Kurs in Wundern - Eine Kritik

Ein Kurs in Wundern

Bei der Bewertung von „Ein Kurs in Wundern“ möchte ich mich auf inhaltliche Dinge beschränken und weniger auf biografische Daten, also wann, wie und von wem oder unter welchen Umständen der Kurs geschrieben wurde. Dies alles kann man leicht bei Wikipedia oder anderen Quellen nachlesen.

Nur soviel: Die Autorin Helen Schucman gibt an, dass die innere Stimme, die ihr das Buch diktierte Jesus sei. Da ich an Jesus glaube, möchte ich wissen, ob es sich um den wahren Jesus Christus handelt, den wir aus dem Neuen Testament kennen. Denn als ehemaliger Esoteriker weiß ich nur zu gut: Jesus muss nicht unbedingt immer Jesus sein. Es gibt viele, die beanspruchen Jesus zu sein.

Während meiner esoterischen Laufbahn war ich selbst direkt mit dem Kurs in Wundern in Berührung. Ich lebte einige Zeit bei der Endeavor Academy („Neue christliche Akademie“) in Wusterwitz bei Berlin und auch bei dem niederländischen Ableger. Die Akademie in Wusterwitz gibt es seit 2015 nicht mehr, es waren am Ende zu wenige Mitglieder, um das ganze Objekt weiterhin tragen zu können.

Der holländische Ableger ist scheinbar auch nicht mehr existent, ich habe bei einer Recherche dazu keine weiteren Hinweise mehr gefunden. Mir ist damals schon aufgefallen, dass die Mitglieder, wie soll ich sagen, etwas durch den Wind wahren. Selbst Einkaufen zu gehen, stellte manche vor eine Herausforderung. Man sah sich als unsterbliche Geistwesen und so profane Dinge wie Einkaufen gehen, war für viele schlicht zu viel. Lieber tanzte man in den Lightsessions und unter den begeisterten „a miracle, a miracle“-Anfeuerungen der Menge gerieten viele in Ekstase. 

In der Akademie schottete man sich weitestgehend von der Aussenwelt ab. Daher auch die Schwierigkeiten, sich weltlichen Dingen hinzugeben. Ich erinnere mich an einen Kurstag, an dem der Kursleiter das Thema „Geld“ thematisierte. Es stand offenbar schlecht um die Finanzen. Die meisten scherten sich nicht um Geld – wieder so etwas Profanes. Aber die Räumlichkeiten mussten halt trotzdem irgendwie finanziert werden. Den Verantwortlichen war das wohl etwas klarer als dem Rest, jedenfalls machte der Kursleiter klar, dass man Geld brauche. Ich bin nicht sicher, ob die Botschaft wirklich bei den Zuhörern angekommen war.

Daher verwende ich auch den Begriff Gehirnwäsche in Zusammenhang mit dem Kurs in Wundern. Ich konnte mit eigenen Augen sehen, was der Kurs mit Menschen macht, die schlichtweg nicht mehr klar denken konnten. Da wird extrem an der Psyche herumgefuhrwerkt, so dass sich die Persönlichkeit der Menschen richtiggehend verändert.

Was sagt der Kurs in Wundern?

Das Buch ist ziemlich dick. Es erinnert ein wenig an die Bibel und ich glaube, das ist beabsichtigt. Wenn man sich so durch den Kurs liest, dann – jedenfalls erging es mir so -, gewinnt man den Eindruck als sei es eine Gegenrede Satans gegen das Wort Gottes. Mit dem Wort „Gott“ wird nur so um sich geschmissen. Auch von Christus und vom Heiligen Geist ist viel die Rede. Die Bibel wird richtig gehend verdreht. Ein paar Beispiele:

In der Bibel erfahren wir, dass Gott Welt erschaffen hat. Er ist der Schöpfer von allem, was wir sehen und wahrnehmen können. Der Kurs in Wundern sagt etwas ganz anderes:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.  (1 Mose 1,1)

Ein Kurs in Wundern Wahrnehmung

Die Welt ist also eine Illusion und Gott kann sie ja gar nicht erschaffen haben, da er ja nur ewige Dinge erschaffen kann, da er selbst ewig ist. Völlig verkannt wird hier, dass Gott selbstverständlich auch vergängliches erschaffen kann, das widerspricht auch nicht seinem ewigen Wesen.

Überhaupt geht es im Kurs viel um Illusion. Das Konzept ist keineswegs neu, wir kennen „Maya“  (Illusion) schon aus dem Hinduismus. In der indischen Philosophie gilt Maya als größtes Hindernis auf dem spirituellen Weg. Dort wird gelehrt, dass die erfahrbare Welt nur eine physische Manifestation des Bewusstseins ist. Das steht im Prinzip so auch im Kurs in Wundern. Man müsse nur die Illusion beseitigen, also den Schleier lüften und schon würde man die Wahrheit erkennen.

Noch ein Beispiel, wie der Kurs in Wundern die Bibel uminterpretiert.

 

In der Bibel lesen wir Worte von Jesus Christus darüber dass Himmel und Erde vergehen werden. Das ist wörtlich zu nehmen, die Bibel beschreibt, wie all dies einst ganz vergehen wird. Im Kurs in Wundern klingt es so (angeblich spricht Jesus selbst):

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. (Matthäus 24,35)

Ein Kurs in Wundern Himmel und Erde

Auch die Sicht auf den Menschen ist im Kurs reine Augenwischerei.  Der Mensch soll von sich selbst als „ganz und gar liebenswert“ denken? Ich denke nicht! Gott liebt uns, aber er macht keinen Hehl daraus, dass jeder Mensch sündig ist:

Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Alle sind sie abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer  (Römer 3,10ff)

Überhaupt wird Sünde im Kurs als „wilde Verrücktheit“ bezeichnet. Sünde gäbe es gar nicht und es sei nur eine Idee, die uns Angst machen solle. Das führt mich zu einer weiteren Verdrehung der Bibel im Kurs in Wundern:

Gott macht keinen Hehl daraus, dass es Sünde gibt und dass sie am Ende zum ewigen Tod führt. Den nebenstehenden Bibelvers aus Römer 3 verdreht der Kurs, da der Mensch als unsterblich angesehen wird und die Frage gestellt wird, wie er dann sterben könne:

Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. (Römer 6,23)

Ein Kurs in Wundern Sünde

Wir sehen in unserer Welt, dass der Tod eine Realität ist. Durch den Glauben an Jesus Christus können wir Errettung erlangen, dann wird der gnädige Gott uns unsere Schuld vergeben. Wer diese Wahrheit verkennt und statt dessen dem Kurs in Wundern folgt, folgt einer gefährlichen Verführung. Und die Menschen, die dem Kurs folgen, glauben tatsächlich, dass sie sündlos seien. 

Wer dies glaubt, wird es nicht für erforderlich halten, um Vergebung der Schuld zu bitten, was eine tragische Entscheidung ist, wenn man tatsächlich einst vor Gott stehen wird. Ich hoffe sehr, dass noch viele, die heute dem Kurs glauben, davon umkehren und das Erlösungsangebot von Jesus Christus annehmen.

Im Kurs gibt es auch die „Vergebung“. Aber es ist etwas ganz anderes gemeint als in der Bibel. Im Kurs ist Vergebung eine Selbstvergebung. Man solle sich selbst vergeben, dass man an Sünde geglaubt hatte. Oder für andere Irrtümer solle man sich selbst vergeben. Sodann würden diese Dinge keine Rolle mehr im Leben spielen. Es ist ein antichristliches Konzept, welches hier propagiert wird. Es sind dies die Lügen der Schlange, die schon im Garten Eden log „Gewiss werdet ihr nicht sterben, sondern ihr werdet sein wie Gott. Das ist die Handschrift des Teufels, die auch im Kurs in Wundern klar erkennbar ist.

 

Der Bibelvers, den der Teufel besonders hasst

Der Teufel hat einen ganz bestimmten Bibelvers, der er besonders hasst. Man merkt dies daran, dass er alles unternimmt um gegenteilige Lehren unters Volk zu bringen. Es geht um diesen Vers:

 Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

(Johannes 14,6)

Weil er genau weiß, dass dies stimmt, setzt der Teufel seit Jahrtausenden Irrlehren in die Welt, die besagen, dass es viele Wege zu Gott gibt. So gut wie jede Lehre in Lichtarbeit und Esoterik beruht darauf. Mit allen Mitteln will Satan verhindern, dass Menschen klar wird, dass nur Jesus zu Gott führt. Und daher wird natürlich auch dieser Vers im Kurs in Wundern thematisiert (hier spricht angeblich wieder Jesus):

Johannes 14,6

Die eigentliche Aussage von Johannes 14,6 wird hier also völlig verwässert und verdreht. Jesus wird als „Überbrücker“ dargestellt, der lediglich dafür sorgt, dass die Entfernung zwischen Gott und Mensch nicht zu groß wird. Das ist eine gefährliche Relativierung der Botschaft Jesu, der, wie die Bibel bezeugt Gott selbst ist, der Sohn Gottes. Aber auch das verdreht der Kurs, indem er Jesus als von Gott erschaffen ansieht und letztendlich den Menschen auf der selben Stufe wie Jesus stehend betrachtet. Dazu eine Lektion aus dem Kurs:

Ein Kurs in Wundern Lektion 354

Das sind die Gründe, die mich dazu bewegen, der Kurs als Gegenrede Satans gegen das Wort Gottes zu betrachten. Gott selbst, das Wort Gottes, sein Sohn Jesus Christus und der Erlösungsweg werden im Kurs in Wundern auf diabolische Art vom Feinsten konterkariert. Und leider fallen viele darauf rein. Ich hoffe und bete, dass noch viele die Lügen des Kurs in Wundern durchschauen. Die Wahrheit finden wir im Wort Gottes, in der Bibel. Sie zeigt uns den wahren Weg zu Gott auf. Gelobt sei Jesus Christus, denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

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