Von der Lichtarbeit zu Jesus – Mein Zeugnis

Ich war Lichtarbeiter und fand zu Jesus

errettung durch Jesus

Man kann nicht sagen, dass Jesus für mich damals in der Lichtarbeit keinerlei Rolle gespielt hätte. Nein – ich glaubte an Jesus. In der spirituellen Szene nennt man ihn auch Sananda (sein eigentlicher kosmischer Name).

Jesus war für mich ein spiritueller Meister, der in der selben Liga spielte wie Buddha oder Sai Baba.

Aber ich möchte von vorne beginnen. Ich hatte mit der Esoterik Zeit meines Lebens nichts zu tun, bis ich in Berlin eine Frau kennen lernte, die reinrassige Esoterikerin war.  Das muss so in etwa 1997 gewesen sein. Ich selbst war zu dieser Zeit mehr oder weniger Atheist, eigentlich hatte ich für Glaubensdinge gar nichts übrig. Als ich eine Beziehung mit dieser Frau einging, wusste ich zunächst noch gar nicht, dass sie sich mit esoterischen Dingen beschäftigte.

Irgendwann bekam ich es natürlich mit. Sie ging regelmäßig auf irgendwelche spirituellen Seminare und hatte allerlei esoterische LItertaur bei sich zu Hause. So kam es, dass ich eines Tages auch mal zu so einer Veranstaltung mitkam. Es handelte sich um den Bruno Gröning Freundeskreis. Ich hatte keinerlei Erwartung an das Treffen, dass sich irgendwelche übernatürlichen Dinge zutragen würden, schloss ich für mich völlig aus, ich war ja ein sehr rational denkender Mensch. Doch als dann angeblich irgendeine Energie fließen sollte, spürte ich etwas in der Handfläche meiner rechten Hand.

Es war nicht viel, aber es reichte aus, mein Interesse zu wecken. Heute weiß ich, dass Bruno Gröning okkulte Heilmethoden verwendete und dass beim nach ihm benannten Freundeskreis Totenkult praktiziert wird, aber für mich war es damals wie eine Einstiegsdroge.

droge

Man könnte auch sagen, ich hatte Feuer gefangen. Die Esoterik schien mir Fragen zu beantworten. So hatte ich schon immer eine unerklärliche Angst vor dem Tod gehabt. Als Atheist ging ich davon aus, dass mit dem Tod alles vorbei sei. Und immer wenn ich über den Tod nachdachte, dieses unwiderrufliche Auslöschen all dessen, was ich bin, überkam mich Angst.

Erst heute weiss ich warum: Denn wenn ich damals gestorben wäre, wenn ich ohne Jesus vor Gottes Thron gestanden hätte, wäre ich verloren gewesen. Und das für die Ewigkeit. Heute verstehe ich, warum dies meiner Seele damals furchtbare Angst bereitete, denn ich glaube wirklich, dass es furchtbar sein muss, unerlöst vor Gott zu stehen. Aber damals suchte ich noch an der falschen Stelle, die Esoterik versprach ja Lösungen für die Frage nach dem Tod. Insbesondere die Reinkarnationslehre schien mir schlüssig zu sein. Wer es in diesem Leben verbockt, hat ja dann sein nächstes Leben und so weiter und irgendwann würde man diesen Kreislauf aus Geburt, Tod und Wiedergeburt schon verlassen.

So steigerte ich mich immer weiter in die Esoterik rein. Ich ging auf weitere Seminare mit und besorgte mir die passende Literatur. Mittlerweile war ich in dieser Sache der aktivere Part in unserer Beziehung geworden. Ich suchte gute Seminare für uns aus, die wir dann besuchten. Eine Sache faszinierte mich sehr: Außerkörperliche Erfahrungen. Ich las viel darüber, dass Menschen ihren Körper verlassen konnten und hingelangen konnten, wo immer sie wollten.

So stieß ich eines Tages auf ein Inserat des Robert Monroe Instituts aus Frankfurt. Es ging darum, mittels der „Hemi-Sync“ Methode seinen Körper zu verlassen. Dazu gab es eine Mind-Machine, also ein technisches Gerät mit einer Brille und Kopfhörern, welches audio-visuelle Signale ausstrahlte, die einem zu tiefen meditativen Zuständen verhelfen sollte. Ich war begeistert davon.

Wir fuhren also beide von Berlin nach Frankfurt und nahmen an dem Seminar teil. Das war alles auch nicht ganz billig. So ein Gerät kostete damals knapp 1000 DM (ca. 500 Euro) und das Seminar verschlang ebenfalls mehrere Hundert Mark. Ich war damals tieftraurig, dass es mir nie gelang, meinen Körper zu verlassen. Heute sage ich: Gott sei Dank. Wer weiß, was ansonsten passiert wäre? Wie ich mich kenne, hätte ich kaum mehr etwas anderes getan, als außerkörperliche Erfahrungen zu sammeln.

Ich wurde Lichtarbeiter

Aber all das war ja mehr oder weniger in die „herkömmliche“ Esoterik einzuordnen. Zum Lichtarbeiter wurde ich erst in der Folge. Was die Lichtarbeit ist, möchte ich an dieser Stelle nicht ausbreiten, da ich dies schon in diesem Beitrag getan habe: Was ist Lichtarbeit?

Ich muss dazu erwähnen, dass meine Freundin und ich uns mittlerweile getrennt hatten. Die Esoterik hatte uns kaputt gemacht, ich flüchtete fast aus der Beziehung und stieg komplett aus, ich setzte mich nach Südeuropa ab und verbrachte dort einige Monate als Obdachloser. Ich hatte Depressionen und eine Sinnkrise bekommen und ich reagierte darauf mit Flucht. Irgendwann kam ich nach Deutschland zurück, da es mir so ohne festen Wohnsitz und ohne Arbeit doch irgendwann schwer fiel mit dem Leben. Dort fand ich dann auch wieder eine feste Bleibe.

Doch all das bedeutete keineswegs, dass ich mit der Esoterik aufhörte. Nein, es ging dann erst so richtig los! Nachdem mir ein Channel-Medium mitgeteilt hatte, dass ich Lichtarbeiter bin, beschloss ich in Berlin einen Lichtkonkress auf die Beine zu stellen, der 2002 auch tatsächlich stattfand. Ziel war es, sich mit anderen Lichtarbeitern zu vernetzen und auf dem Kongress gemeinsam Lichtarbeit zu machen. Es kamen auch ein paar Hundert Leute und rein äusserlich betrachtet war es ein Erfolg.

Doch innerlich ging es mir immer schlechter. Die Depressionen, die ich hatte, verschlimmerten sich weiter und ich kam nicht auf den Gedanken, dass es vielleicht an dem lag, was ich tat. Symptome schob ich auf den Lichtkörperprozess, auf den ich im Beitrag Was ist Lichtarbeit? auch eingegangen bin. Nach dem Lichtkongress schottete ich mich ab. Ich zog das Kabel aus der Telefondose und riegelte mich komplett von anderen Menschen ab, soweit es eben ging. Was ich damals noch nicht wusste: Meine ehemalige Freundin war zwischenzeitlich zum Glauben an Jesus Christus gekommen und hatte mit der Esoterik Schluss gemacht.

Die Wende

Am Pfingswochenende 2003 war es besonders schlimm. Nach einem schamanischen Ritual wurden die Depressionen so schlimm, dass ich mitten in der Nacht die Wohnung verließ und stundenlang durch Berlin irrte. Ich war so erschöpft, dass ich auf einer Bank am Leopoldplatz etwas ausruhen wollte. Plötzlich überkam mich das unglaublich intensive Gefühl von Gnade. Ich wusste davor nicht, dass man Gnade spüren kann, aber in diesem Moment spürte ich sie. Ich konnte die Gnade förmlich mit Händen greifen, das Gefühl hüllte mich ein und durchdrang mich komplett.

Mir war klar, da war jemand, der mir vergeben wollte. Aufgrund meines damaligen Gottesbildes, war mir nicht klar, wer oder was dahinter steckte, aber es war so eindeutig, so unmissverständlich, dass da auf jeden Fall jemand gute Absichten mit mir hatte. Ich beschloss, wieder nach Hause zu gehen. Ich weiss noch, dass meine trüben Gedanken wie weggewischt waren. Noch auf dem Weg schmiedete ich Zukunftspläne, wollte mir wieder einen Job suchen und das Leben nicht einfach so hinwerfen.

Das Buch

Als ich wieder in meiner Wohnung war, fiel mir ein Buch auf, dass schon seit mehreren Wochen ungeöffnet in meiner Küche lag. Eben genau die Freundin, die mittlerweile zum Glauben an Jesus gekommen war, hatte es mir geschickt, aber ich  hatte es bisher nicht beachtet. An diesem Tag, die Sonne war schon aufgegangen, der Pfingstsonntag 2003, nahm ich mir das Buch einmal vor. Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Das Buch hatte eine Frau geschrieben, die einst, genau wie ich, im Okkultimus verstrickt war und zum Glauben an Jesus gekommen war. In dem Buch gab sie Zeugnis und beschrieb auch, was genau sie tat anlässlich ihrer Bekehrung.

Es war für mich wie eine Anleitung: Sie beschrieb, wie sie einsah, dass sie vor Gott verloren ist, sie betete und benannte alles, was sie im Okkultimus gemacht hatte, sagte sich davon los und bat Jesus Christus um Vergebung. Sie bat ihn, von nun an ihr Leben in seine Hände zu nehmen. Als ich das las erkannte auch ich, dass ich in genau der selben Lage steckte. So banal es klingt, ich machte es ihr einfach nach und tat all die Schritte, die sich auch getan hatte. Ich sprach auch dieses Gebet und übergab mein Leben Jesus.

Die Frau beschrieb auch, wie sie ihre ganzen Esoterik-Utensilien entsorgte und das tat ich dann auch. Es war ganz schön viel, allein die Hemi-Sync Geräte, so dass alles in allem sicher über Tausend Euro zusammen kamen. Aber das musste sein, ich wollte mit dem Zeug nichts mehr zu tun haben. Ich staune wirklich, wie Gott das manchmal macht. Die selbe Frau, die mich damals in die Esoterik brachte, war nun entscheidend an meinem Ausstieg beteiligt. Das alles ist nun knapp 20 Jahre her und es war die beste Entscheidung meines Lebens.

In meinem Leben änderte sich quasi alles. Äusserliche Dinge kamen dazu wie neue Wohnung, neuer Job, keine Depressionen mehr. Und meine Angst vor dem Tod habe ich nun endgültig verloren. Ich weiß, dass ich zu Jesus gehöre, dem wahren Jesus, er hat mir vergeben und mein Leben neu gemacht. Auch die Ewigkeit werde ich mit ihm verbringen. Es gibt immer noch Höhen und Tiefen im Leben, aber von der Liebe Gottes wird mich nichts mehr trennen. Danke Jesus!

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